SLOW TRAVEL

EIN UMWELTBEWUSSTER ANSATZ ZUM KLETTERN AUF DER GANZEN WELT

Verlangsame deine Geschwindigkeit – Tauche in ein Ziel ein – Reise bewusst. Bei Slow Travel geht es darum, einen neuen Ansatz des Reisens aufzugreifen.

Willkommen bei Slow Travel

Für uns als Kletterer ist das Reisen ein großer Teil unseres Lebensstils. Neue Felswände, neue Routen, globale Listen mit Zielen: all das macht uns aus. Es ist auch ein großer Teil von Wild Country und wir glauben, dass es für Menschen wichtig ist, zu reisen und verschiedene Kulturen und Lebensweisen kennenzulernen, sowie die Humanwissenschaften aus erster Hand zu erfahren. Reisen bereichern Leben, überwinden Grenzen, und schaffen Vielfalt und Toleranz.

Doch wir wissen, dass Reisen Auswirkungen auf die Umwelt haben und wir wollen die Art und Weise unseres Reisens verändern. Wir wollen anderen Kletterern Ressourcen bieten, um einen Ansatz des Reisens zu finden und für uns alle das Thema Travel Slow ins Gespräch bringen.

Wo alles begann

Als unsere Freunde und Sportler James Pearson und Caroline Ciavaldini von Once Upon A Climb mit der Idee auf uns zukamen, einen umweltfreundlichen, alternativen Trip zu machen, entwickelte sich das Gespräch schnell vom Klettern hin zu zahlreichen Konversationen über Slow Travel.

Durch James und Carolines Erfahrung als professionelle Kletterer konnten sie die Welt bereisen und auf fast jedem Kontinent Kletterabenteuer erleben. Dadurch hatten sie die Möglichkeit, einige der größten Umweltveränderungen aus nächster Nähe zu sehen. Diese Einblicke wurden von Carolines Biologie- und Pädagogikstudium verstärkt und brachten sie dazu, ihre Art des Reisens zu überdenken. Es beeinflusste ihre Planung von Trips und bewegte sie dazu, Mossy Earth zu verwenden, einen privaten Service zur Kompensation von Emissionen, um ihre Reisen auszugleichen.

Aber für ihr nächstes Projekt in Ordesa, Spanien wollten sie einen ganz anderen Weg gehen. Angesichts von James und Carolines Plan, mit dem Fahrrad über die Pyrenäen zu fahren und El Ojo Critico zu besteigen, eine 400 Meter lange 8a-Route, wollen wir dir Slow Travel vorstellen, ein Ethos für Wild Country und ein Lebensstil für Once Upon a Climb.

Der Slow Travel-Ethos

Verlangsame deine Geschwindigkeit – Tauche in ein Ziel ein – Reise bewusst

Slow Travel ist eine umweltbewusste Art des Reisen. Es geht nicht darum, das Reisen einzustellen, es geht nicht darum, gänzlich auf Reisen mit dem Flugzeug oder Auto zu verzichten. Es geht darum, Trips bewusst zu planen und Möglichkeiten zu finden, um deinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Es geht darum, ein Gleichgewicht zwischen Trips auf der ganzen Welt und denen in der Nähe deines Zuhauses zu finden, alternativen Transport zu nutzen, und deine umweltfreundlichen Gewohnheiten mit auf Reisen zu nehmen.

Es geht auch darum, langsamer zu reisen und in ein Reiseziel einzutauchen. Die Kultur und deine Umgebung wahrzunehmen, und dein Tempo zu verändern.

Slow Travel Tipps

Hier findest du Ressourcen, die wir stetig für Kletterer und Reisende auf der ganzen Welt erweitern werden.

Nimm dir genug Zeit

Der Weg ist das Ziel, also nimm dir genug Zeit, um ihn zu genießen. Das bedeutet nicht, dass du unendlich viel Urlaub brauchst, sondern dass du dir sowohl am Abfahrts- als auch Zielort Zeit nimmst, um zu reisen und zu genießen, statt nur zu einem einzigartigen Kletterspot zu hetzen.

Überdenke deine Routenplanung

Deine gesamte Route ist Teil des Trips. Anstatt so schnell wie möglich zu einem Spot zu gelangen, plane eine Route, die es dir ermöglicht, unterschiedliche Orte, Menschen und Kulturen zu besuchen.

Wenn du voll und ganz in das Reiseerlebnis eintauchst, denkst du nicht mehr in einzelnen Reisetagen und der gesamte Trip kommt dir länger vor.

Erwäge, deine schwere Ausrüstung vorauszuschicken

Schwere, unhandliche Gegenstände wie deine Kletterausrüstung im Voraus an dein Reiseziel zu schicken, eröffnet dir Reisemöglichkeiten. Die Reise mit dem Fahrrad wird kontrollierbar, mit Zug und Bus entspannter, und deine Reiseerfahrung unkomplizierter.

Obwohl das vielleicht weniger umweltfreundlich erscheint, bezieht sich dein Kohlenstoffverbrauch auf das Gewicht. Ohne überflüssige Ausrüstung bei deinem Transport verwendest du dieselbe Menge Kraftstoff. Ein weiterer Vorteil der Versandkosten ist, dass du dir Gedanken darüber machst, was du für deinen Trip wirklich brauchst.

Hire Guides Locally

If you are traveling to a foreign country hire your guides locally. Not only does this open you up to more opportunities of an inside view of the climbing, mountains, and community but you will be helping the community economically where you are visiting.

Supporting the local climbing community is always important but we emphasize this most in areas that are in the early stages of development. Always look to hire a certified guides though.

Bring Your Own Water Bottles

If you are on a flight have the attendants fill this instead of giving you a fresh cup every time.

If you are in a location where the tap water is safe to drink, fill up and hydrate.

We are supposed to consume about 3 liters of water per day so this adds up fast.

Bring A Reusable Cloth Bag

For such a tiny item we are always impressed how often these get used: food runs, gear shop stop, need a shoulder bag to walk through town. We continue to find new uses as we travel.

You use them at home, don't forget to toss one in for travel to eliminate the need for plastic bags.

Pack A Bar Of Bio-Soap

Bodies, Clothes, Dishes. They all get dirty along the way. A bar of biodegradable or camping soap is great to clean everything. We recommend a bar as it won't leave you with plastic waste like liquids and gels.

As an added bonus to saving weight share toiletries like toothpaste.

Nimm ein kleines Chamois-Handtuch mit

Deine Seife hast du schon, jetzt brauchst du noch etwas zum Abtrocknen. Diese Handtücher saugen sehr viel Wasser auf, trocknen schnell und lassen sich klein verpacken. Wir finden immer mehr Verwendungsmöglichkeiten und können sie dann einfach unterwegs waschen.

Slow Travel Hilfsmittel

Hier findest du ein Tool, das wir stetig für Kletterer und Reisende auf der ganzen Welt erweitern werden.

Mossy Earth – Gleiche den Kohlenstoff deiner Reisen aus

Wir von Mossy Earth glauben, dass alles unternommen werden sollte, um den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren, bevor der Ausgleich eine Option ist und dass die Kompensation kein Mittel sein kann, um weiterhin zu verschmutzen. Wenn wir Hand auf‘s Herz sagen können, dass wir alles in unserer Macht stehende getan haben, um unseren Fußabdruck zu minimieren, kann der Kohlenstoff-Ausgleich als nächste logische Lösung angesehen werden, um unsere Umweltauswirkungen zu negieren.

Du kannst den Kohlenstoff eines unvermeidlichen Flugs schon für 2 £ pro Stunde oder eine Autoreise für 2,50 £ pro 1000 km ausgleichen. Außerdem spielen unsere Bäume eine entscheidende Rolle dabei, die wichtigsten Ökosysteme zu erneuern und die Wildnis zurück nach Europa zu bringen. Wir pflanzen nur heimische Bäume in Naturschutzvorhaben, um sicherzustellen, dass deine Bäume für immer wild bleiben! Wir senden dir auch ein Foto und die GPS-Koordinaten deiner Bäume, solltest du sie einmal auf deinem nächsten Kletterabenteuer besuchen wollen. Besuche Mossy Earth, um mehr zu erfahren.

1 ISLAND, 2 MONKS AND UNTOUCHED GRANITE

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“Why did James and I pick a small dot on the other side of the planet?”

Because Yuji told us about it. The last time Yuji proposed us a trip, we ended up in Kinabalu, the now oh so famous mountain where untouched granite will overwhelm the climber. The Real Rock tour has thrown Kinabalu into fame, but 5 years ago, when we went there, no climber could even put it on the climbing

Kinkasan is a small island not far from Fukushima, on the north east side of Japan. It has 26km circumference and is inhabited by two monks. From Tokyo it is a six hour journey. Yuji didn’t say that much more: Kinkasan’s coast is covered with granite cliffs, and there is a Shinto shrine on it. Yuji mentioned as well the damages made by the tsunami…

We began our journey with next to no expectations about the climbing, and a big question mark for the rest. 3 days in the trip and I know exactly why we came: for Japan. 

2 years ago we spent a week in this unique country and both James and I knew that we had to come back one day: how could I compare it? Well, the first time you taste wine, you have heard a lot about it. But you smell, and you only smell the alcohol, you taste and you can’t put words on it because wine is subtle, complicated and requests an education. You have to go back to it, learn to enjoy, differentiate and remember. Japan is maybe a little bit like wine.

There is this astonishing mix of modernity (the Japanese toilets and their multi jets, music and self cleaning options give you an idea of the immensity of your difference)  and spirituality, respect, focus.

We arrived at Base Camp, the gym that Yuji opened 5 years ago in Tokyo, and I oscillate between marvel and shame. I am a pro climber, and most of the boulders are too hard for me, the Japanese climbers around me seem to evolve so effortlessly, like flying cats on the wall. But then you realise: the world championship have just finished in Paris and in the bouldering competition, 3 of the 6 medals are not only Japanese, but from Tokyo, from Base Camp. Yuji and his company helps the athletes become professional and they often climb together. Shall I repeat that? Half of the world’s medals come from one gym! Surely there is no wonder that Yuji owns that gym… But that is only just the very top of the iceberg, because behind this 3 medals, there are a lot of other athletes with an incredible level. I have never seen so many good, extremely good boulderers in one place. And I am a former competition climber, trust me, I know what I am talking about.

“Why are they so good?”

The answer is surely complicated but here are a few elements: climbing has become very trendy in Japan, with over a 100 gyms in Tokyo. The Japanese body type is perfect for climbing; light, powerful and explosive muscles. The Japanese constant pursuit of perfection pushes the athletes to train hard, just like everyone around them simply accomplished every task with perfection.

It was dry for the crossing, and after unpacking our bags at the shrine we bouldered on a nearby beach for 1 hour before the rain came. With so much rock to see and so little time, we hiked out anyway along the coast to search out potential lines. The rain became heavier, we became wetter, and after 4 soggy hours we returned to the shrine, hopes high but spirits low. We’d been preparing this trip since September 2015, putting the team together, finding funding from sponsors, organizing the local logistics, yet it would all be in vain if the weather didn’t brighten up.

A morning of rain gave us the excuse to sit down and record some interviews, though truthfully we had little to say as we’d done little climbing. Toru, ever the silent optimist finally dragged me out to the closest boulder spot during a break between two showers, and we were surprisingly able to climb! Toru lived up to his reputation of boldness and brilliance, making the first ascents of two of Kinkasan’s boldest and hardest problems. Finally things were looking up. The forecast was good for the following days, and group psyche could not have been higher. We began to plan our upcoming adventure and our first trip to the other side of the island – the area with the highest concentration of rock, and the biggest cliffs, but had to cut them short as bad news broke.

With my thirst for climbing temporarily quenched, we left the island in limbo, happy, yet sad, but knowing we’d be back in less than 24 hours. We passed the day visiting some of the worst tsunami affected towns in an effort to better understand what hardships the local people had to live through, and how they are moving forwards towards the future. It is one thing to watch the news from the comfort of your lounge back home, it is another thing entirely to see it first hand, and speak to the people who have lost everything - houses, possessions, loved ones!

Suddenly our troubles with the rain seemed embarrassingly small, and we remembered why we were actually here in the first place.

Our personal climbing desires must come second to the larger goal of showing this place to the world. Rain or shine, we have to get out there. Hike around, document the potential, and if in the end we are lucky, open up some new routes.